Die Abtrennung der Untertassensektion

Die Abtrennung der Untertassensektion bei Schiffen der Galaxy-Klasse findet recht selten statt. Ursprünglich wurde diese Besonderheit entwickelt, um das Schiff in Kampfsituationen teilen zu können, um die sich an Bord befindlichen Zivilisten nicht zu gefährden. So würde die Maschinensektion als selbstständiges Schiff in den Kampf ziehen, während die Untertassensektion die Zivilisten in Sicherheit bringt. Es können aber auch beide Teile für einen Kampf verwendet werden, um taktisch und strategisch günstigere Positionen und Verhältnisse erreichen zu können. Letztendlich kann aber die Untertassensektion auch als gigantisches Rettungsschiff, im Falle eines Warpkernbruchs der Maschinensektion, verwendet werden. Je nach verbleibender Zeit bis zum Bruch des Kerns und der Dauer der Evakuierung, vorausgesetzt, die Zeit ist dafür noch ausreichend, kann die Untertasse mit ihren Impulstriebwerken genug Distanz zwischen sich und der Maschinensektion bringen und eine nahegelegene Sternenbasis anfliegen. Doch in manchen Fällen muss die Untertassensektion eine Notlandung auf einem Planeten durchführen. Bis zur Zerstörung der U.S.S. Enterprise NCC-1701-D war diese Verfahrensweise nur im Simulator trainiert worden. Wie die Notlandung im Einzelnen durchgeführt wird, wird im Folgenden kurz in acht Schritten dargestellt: 1 Abtrennung der Untertassensektion: Wenn alle Mannschaftsmitglieder und Zivilisten der Maschinensektion in die Untertassensektion evakuiert wurden, wird die Abtrennungsprozedur initialisiert. Dabei werden 18 Verbindungsklammern gelöst, die beide Schiffsteile miteinander zusammenhalten. 2 Aktivierung der Impulstriebwerke: Wenn beide Schiffsteile voneinander erfolgreich getrennt wurden, startet die Untertassensektion ihre Impulstriebwerke und beschleunigt auf volle Impulskraft. Somit soll gewährleistet werden, dass das Schiffsteil genug Distanz zwischen sich und dem Gefahrenort bringen kann und nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. 3 Warpkernbruch: Es kommt zum Warpkernbruch. Die Explosion zerstört die Maschinensektion und löst eine extrem starke Druckwelle aus. Im Fall der U.S.S. Enterprise-D erfasst die Druckwelle die Untertassensektion des ehemaligen Flaggschiffs der Föderation und schleudert diese dem Planeten Veridian III entgegen. 4 Eintritt in die Planetenatmosphäre: Die Untertassensektion tritt in die Planetenatmosphäre ein und beginnt, bedingt durch den Reibungswiderstand, an den Kanten zu glühen. Die extrem belastbare Hülle des Schiffs kann jedoch enormen Temperaturen für eine gewisse Zeit standhalten. Nach dem Atmosphäreneintritt beginnen die Sensoren des Schiffs nach einer geeigneten Landestelle zu suchen. Haben sie eine Stelle gewählt, wird die Landschaft gescannt, um einen optimalen Anflugswinkel und -geschwindigkeit festzulegen. 5 Letzte Phase des Anflugs: Die Untertassensektion nähert sich der "Notlandebahn". Durch die visuelle Sicht auf die Fläche kann die Schiffsbesatzung letzte Kurskorrekturen durchführen. 6 Kurz vor dem Bodenkontakt: Wenige Sekunden vor dem Kontakt mit der Planetenöberflache ist die Geschwindigkeit der Untertassensektion noch recht hoch. Kurskorrekturen und ähnliche Vorgänge sind in dieser Höhe kaum noch möglich. Der Besatzung bleibt im Wesentlichen jetzt nichts mehr anderes übrig, als sich einen festen Halt zu verschaffen, um nicht durch die Wucht des Aufpralls im Raum herumgeschleudert zu werden. 7 Aufprall: Die Wucht des Aufpralls zu so enorm, dass die Untertassensektion einige Kilometer über die Landschaft hinweg rutscht. Dabei werden Tonnen von Erdmassen aufgewirbelt und die Untertasse schneidet eine Schneise der Verwüstung in die Landschaft. Durch den Aufprall und die Reibung mit dem Boden wird die strukturelle Integrität der Untertassensektion so schwer beschädigt, dass eine Bergung des Schiffs nahezu unmöglich wird. 8 Evakuierung der gelandeten Untertassensektion: Nachdem die Untertassensektion zum Stillstand gekommen ist, beginnt die Besatzung mit der Begutachtung der Schäden und sendet einen Notruf aus. Dann beginnt man mit der Evakuierung der Untertassensektion, wobei alle noch intakten Shuttles des ehemaligen Raumschiffs verwendet werden. Während den Evakuierungsmaßnahmen verwandelt sich die notgelandete Untertassensektion in eine riesige Landeplattform.